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Mit Musk zum Mars Sci-Fi 

Mit Musk zum Mars

Elon Musk hat jüngst die SpaceX Pläne erläutert, in denen es um die Kolonialisierung des Mars geht. Als Jugendlicher dachte ich immer, dass Länder oder Verbände aus Ländern den Wettlauf ins Weltall fortführen und eines Tages neue Planeten wie den Mars anfliegen werden.  Was früher ein Wettrennen zwischen der Sowjetunion und den USA war, ist heute aber wohl eher ein Wettlauf zwischen privaten Unternehmen und Nationen / Organisationen. Pläne zur bemannten Missione zum Mars oder dessen Kolonialisierung wurden schon des Öfteren vorgestellt, aber so richtig voran ging es oft nicht. Dann traten privatwirtschaftliche Unternehmungen (bzw. handelt es sich um eine private Stiftung) wie Mars One auf den Plan, die z.T. bereits heftig hinsichtlich des Konzepts in der Kritik standen. SpaceX (Elon Musk ist hier CEO und Lead Designer, gegründet wurde das Unternehmen bereits 2002) beschäftigt inzwischen über 4000 Mitarbeiter und scheint es ernst zu meinen. Verträge mit der NASA, technologische Erfolge (sowie Rückschläge) zeigen hier durchaus, dass eine ernst zunehmende Ambition hinter dem Gesamtprojekt steckt.

Weiter unten ist ein Techcrunch-Artikel verlinkt, der die SpaceX-Pläne gut zusammenfasst. Ebenso ist auf eine Präsentation von SpaceX hingewiesen. Ob das ganze Unterfangen zustande kommen wird, steht heute wohl noch in den Sternen, aber aus meiner Sicht finde ich bemerkenswerter, dass inzwischen Firmen mit gigantischen Investoren-Netzwerken Nationen den Wettbewerb stellen. Autoritäre Player wie China schaffen es eventuell auch das Dilemma der Finanzierung durch einen Mangel an Demokratie oder öffentlicher Debatte zu entgehen, aber es sieht schon seit einer Weile so aus, als ob die privatwirtschaftlichen Projekte das ‚Rennen‘ zum Mars gewinnen könnten.

Dass der Mensch den Mars besucht, eventuell kolonialisiert und durch Terraforming etwas erträglicher gestaltet (um ein nötiges Zeitpolster für einen Aufenthalt durch eine flüchtige Atmosphäre zu erspielen), halte ich für richtig und erstrebenswert. Ob nun ein Unternehmen oder eine Nation oder eine Organisation den Run auf Ressourcen, Erkenntnisse und Claims beginnt, ist vermutlich dabei nebensächlich. Obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass demjenigen, der tatsächlich eine Kolonialisierung hinbekäme ziemlich interessante Geschäftsmodelle einfallen könnten 🙂

Naja, dennoch bleibt die Sache interessant. Es lohnt sich jedenfalls mal zu schauen, wie sich Elon Musk die Reise aktuell so vorstellt. Übrigens machen dort Elektroautos viel mehr Sinn, da Sonnenenergie auf dem Mars wohl leichter zu erlangen ist als Super oder Diesel. Vielleicht plant Musk also einfach einen neuen Tesla-Absatzmarkt 😉 Ich wünsch jedenfalls viel Glück auf dem Weg zum Mars!

Hinweis in eigener Sache:

In einem Anflug von euphemistischer Zuversicht und einer geekigen Laune habe ich mir mal marsmissions.eu gegrabbt.

Also Herr Musk, bei Interesse (zum Bsp. wenn es um europäische Investoren oder gar ESA-Kooperationen geht) ließe sich über einen Tausch der Domain gegen einen Tesla sprechen, einfach mal melden 🙂

 

Quellen / Verweise:

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